| HSV Stealers III gegen direkten Verfolger ein wichtiges Away-Split gesichert 6:9 18:1 |
| Geschrieben von: Mourad Zarrouk |
| Dienstag, den 27. Juli 2010 um 11:08 Uhr |
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Gegen den Lokalrivalen aus Elmshorn konnte man im Hinspiel einen Split verbuchen. Aufgrund der Tabellensituation war es eminent wichtig, diese Leistung zumindest zu wiederholen, wenn nicht zu toppen, auch wenn das „away" meist deutlich schwieriger ist, als @home. Zudem war klar, dass es ohne Yannik Stratmann als Starting Pitcher neben Leo Nietz schwierig werden würde, denn Michael Wäller konnte leider nicht aushelfen, obwohl es ja ein "Heimspiel" für ihn gewesen wäre, da ihm eine alte Knieverletzung zu schaffen machte. Elmshorn Alligators I gegen HSV Stealers III: 1. Spiel 6:9 Dementsprechend entschied sich Coach Zarrouk voll auf das erste Spiel zu setzen, um sich diesen wichtigen Punkt vor dem direkten Verfolger zu sichern. Vieles hing davon ab, wie Leo Nietz ins Spiel kommen würde und ob er den abermals hohen Temperaturen dieses Mal besser würde widerstehen können. Um es kurz zu machen: Er konnte! Und wie! Ein hervorragend aufgelegter Nietz ließ nicht viele Hits zu, und sein Team bedankte sich mit vernünftiger Defense und souveränem Batting. Routinier Sebastian Reinhardt wäre um ein Haar ein wunderschöner Homerun über das Leftfield geglückt, einzig das Sicherheitsnetz vor dem örtlichen Tennisplatz hatte etwas dagegen einzuwenden. Henry Guerra hatte etwas mehr Fortune und krönte seine solide Schlagleistung mit einem lupenreinen Homerun. Nach etwa vier Innings hatte Leo sein Wurfpensum erreicht, und Florian Lenger kam in seiner Funktion als Releave-Pitcher etwa beim Stand von 6:3 aus Sicht der Stealers zum Einsatz. Ein recht komfortables Polster, aber alles andere als ein „gewonnenes Spiel". Flo machte seine Sache prima, und die Allies brauchten eine Weile, um sich an die Würfe des Youngsters zu gewöhnen. Doch als es dann soweit war und es fast nochmal brenzlig hätte werden können, war das Spiel auch schon zu Gunsten der HSV Stealers III entschieden, die diesmal auch in der Offense nicht den „Hammer fallen ließen" sondern konsequent noch im sechsten Inning drei spielentscheidende Punkte nachlegen konnten. NUR SO gewinnt man im Baseball! Lobend sei an dieser Stelle auch der Ex-Alligator Thorsten Fründt erwähnt, der natürlich besonders heiß auf die Begegnung war und sowohl in der Offense als auch in der Defense auf seiner Position als Catcher überzeugen konnte. Youngster Hendrik Wonsak weilt derzeit in den USA. Der Plan war aufgegangen, der wichtige erste Sieg in der Tasche. 2. Spiel 18:1 Es war klar, dass es schwer werden würde, dass es aber so bitter kommen würde, war in der Form nicht abzusehen. Klar, mit Frank Röpke startete nun im zweiten Spiel einer der besten Pitcher der Regionalliga Nordost, ein alter Recke vom Kaliber eines Wäller, doch man hatte ihn ja in der Hinrunde auch schon gesehen und war im Mai nicht derart unter die Räder gekommen. Das Spiel begann sogar noch einigermaßen vielversprechend, nachdem Coach Zarrouk immerhin einen Run hereinholen konnte. Dass dies der einzige bleiben würde, war zu dem Zeitpunkt nicht abzusehen, geschweige denn die Tatsache, das die höchste Niederlage der Saison bevorstünde. Doch gegen ein Team das in der Offensiv-Statistik sogar zu den drei besten der Liga gehört, musste es ohne echten Starting-Pitcher wohl so kommen, wie es kam. Nachdem Benjamin Nikolmann die gegnerische Offensive zunächst noch recht gut in Schach halten konnte, explodierte diese im folgenden Inning förmlich. Da der junge Pitcher natürlich auch solche Situationen erleben muss, wollte der Coach ihn nicht gleich wieder vom Mound nehmen. Doch als die Allies im zweiten Inning schließlich zehn (!) Runs erzielt hatten, blieb keine Wahl. Es sei an dieser Stelle aber darauf hingewiesen, dass sich die Defense der Diebe bei diesen zehn Runs auch nicht gerade mit Ruhm befleckte und die Allies ihr zugegebenermaßen erlittenes Schlagpech aus dem ersten Spiel mehr als wieder wett machten. Es folgte Lucas Oppermann auf den Mound, den der „Sprung ins kalte Wasser" sichtlich überforderte, im Folgenden konnte auch Florian Lenger verständlicherweise nicht (mehr) an seine Leistung aus dem ersten Spiel anknüpfen und schließlich durfte sich noch Henry Guerra als Releaver versuchen (was sogar gar nicht schlecht funktionierte, bei einem zweistelligen zu einstelligem Spielstand aber auch nichts mehr hilft). Und so setzte die Ten Run Rule dem Treiben Ende des fünften Innings endlich ein Ende... eine „Mercy-Rule" gibt es nämlich erst ab der VL abwärts. Ach ja...als wäre das alles nicht traurig genug, wurde an dem Abend mit Spanien auch noch der designierte Deutschland - Eliminator Weltmeister (allerdings war das ebenso verdient, wie der Kantersieg der Allies im zweiten) Wrap up: Wie schon in vielen Spielen zuvor, demonstrierte dieser Double-Header besonders eindrucksvoll, dass die Leistungsfähigkeit des Teams bei dieser dünnen Personaldecke spätestens im zweiten Spiel an ihre Grenzen stößt. Um so bemerkenswerter ist, dass es erneut zu einem Split (diesmal sogar away) gegen den ambitionierten Lokalrivalen gereicht hat. Dadurch konnte man den direkten Verfolger weiterhin auf Distanz halten, auch wenn der Vorsprung hauchdünn bleibt. Der Split der beiden Nord-Verfolger in Kiel in der vergangenen Woche konnte den Stealers da nur recht sein. Es bleibt also spannend in der Mitte der Regionalliga Nordost und die kurze EM-Sommerpause ist schon am 8. August wieder beendet, wenn man zum schweren Auswärtsspiel nach Frohnau bei Berlin reisen wird. |



